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Die Natur am Ufer des Masurensees erhalten

In Duisburg hat sich eine Initiative gegründet, welche die Natur am Ufer des Masurensees erhalten möchte. DB Immobilien und BEG möchten dort nach einem Entwurf des Ateliers Loidl eine Uferpromenade und dahinter 5stöckige Häuser errichten.

Um dies klarzustellen: Die Initiative richtet sich nicht gegen die Bebauung des ehemaligen Bahngeländes zwischen Bissingheim und Wedau. Im Gegenteil, dass sich dort etwas tut, wird als positiv und sinnvoll empfunden.

Das Einzige, wogegen sich die Initiative richtet, ist die Bebauung des Seeufers des Masurensees, welche unmittelbar an den See angrenzen soll.

Hier wäre es schön, wenn die Meinung der Anwohner – hierzu der Bürgerverein Wedau-Bissingheim: https://www.buergerverein-wedau-bissingheim.de/aktuelles/bebauung-g%C3%BCterbahnhof/ – und anderer von der Baumaßnahme Betroffener, wie beispielsweise Aloha Stand Up Paddling: http://www.sup-aloha.de/ und der WCR Wedau: https://www.facebook.com/wcr.duisburg gehört würde.

Folgende Fragen drängen sich mir auf:

Warum kann das Seeufer nicht so bleiben, wie es ist? Die schönste Seepromenade kann nie schöner sein als die Natur, finde ich jedenfalls. Zudem verursacht der Bau der Promenade auch Kosten.

Warum müssen die Häuser – und dann auch noch fünfgeschossig! – unmittelbar am Ufer stehen? Kann man nicht zunächst einmal ausschließlich die Bahnbrache bebauen und erst, wenn sich danach herausstellt, dass noch weiterer Bedarf besteht, auch noch das Seeufer?

Wenn es darum geht, reiche Personen in die Gegend zu locken und man diese nur mit Seeblick locken kann: Bei einem unverbauten Ufer hat man den Seeblick auch noch aus etwas weiterer Entfernung. Wenn zudem die vorderen Häuser nur ca. zweigeschosssig sind und erst die hinteren Reihen höher werden, können mehr Menschen den Seeblick genießen.

Wie ist künftig die Sechs-Seen-Platte erreichbar, wenn die Masurenallee durch das Neubaugebiet unterbrochen wird?

Vergessen darf man auch nicht: Außer denjenigen, die um Erholung vom Alltag zum finden, an die Sechs-Seen-Platte strömen, gibt es am stadtauswärts gelegenen Teil der Masurenallee auch ein Flüchtlingsheim. Auch diese müssen mal einkaufen und ihre Kinder zur Schule schicken und es ist zu befürchten, dass der Weg für sie nun noch beschwerlicher wird. Oder gibt es in dem neuen Stadtteil Einkaufszentren, Ärzte, Schulen…welche diese mit nutzen können?

Wo parkt man in dem neuen Stadtteil? Angeblich soll Wassersport nach wie vor möglich sein. Dafür sind Parkplätze in unmittelbarer Nähe zum Wasser – so wie momentan noch an der Masurenallee vorhanden – notwendig. Mit einem Kanu oder einem Surfbrett spaziert man nicht stundenlang durch die Gegend.

Und wenn man es dann glücklich ans Seeufer geschafft hat: Kann man von der Promenade aus in ein Kanu, auf ein Surfbrett, etc. steigen oder ist dafür der Abstand zwischen Promenade und Wasserkante zu hoch? Falls Letzteres, wird es Bootsstege geben?

Wie sieht es mit öffentlichen Toiletten aus? Bisher gibt es die Dixi-Klos auf der Wiese am Masurensee. Nachmittags sind diese zwar besch…, aber zumindest vormittags kann man sie noch nutzen. Das ist besser als nichts.

Viele Grüße von einer, welche die Sechs-Seen-Platte häufig zum Wassersport nutzt und die Natur dort liebt.

P.S. So schreibt die Presse über das erste Treffen der Uferretter-Initiative:

https://www.xtranews.de/2017/10/10/1-treffen-der-uferretter-wegen-bebauungsplaenen-in-duisburg-wedau-id07193564.html

https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-fuerchten-ghetto-am-ufer-diese-gruppe-ist-gegen-die-bebauung-an-der-sechs-seen-platte-id212182381.html

https://www.waz.de/staedte/duisburg/sued/bebauung-des-masurensee-ufers-mit-allen-mitteln-verhindern-id212182267.html

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